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RCE Graz-Styria Newsletter 10/15

 

Sehr geehrte LeserInnen,

 

im aktuellen Newsletter haben wir folgende Beiträge, Veröffentlichungen und Veranstaltungstipps für Sie zusammengestellt.

 

Herzliche Grüße

 

Das Team des RCE Graz-Styria

 



Treffen mit PartnerInnen im URB@Exp Projekt Foto: RCE Graz-Styria

URB@Exp: Sommerliche, urbane Meetings und herbstlicher, transdisziplinärer Ausblick

Das Projektteam des RCE Graz-Styria und die StädtepartnerInnen aus Graz und Leoben ließen sich von der sommerlichen Hitze nicht abhalten, motiviert weiter an der Umsetzung des URB@Exp Projekts zu arbeiten.

In Graz lag der Fokus gemeinsam mit DI Gerhard Ablasser (Referatsleiter für EU-Programme und internationale Kooperationen) und Wolf-Timo Köhler (Referatsleiter für BürgerInnenbeteiligung) auf dem Mapping bestehender Initiativen nachhaltiger, smarter Stadtentwicklung und auf der Implementierung und Evaluierung der Leitlinien für BürgerInnenbeteiligung als neue, partizipative Form der städtischen Governance-Struktur.

In Leoben standen gemeinsam mit Stadtamtsdirektor Dr. Wolfgang Domian und Alexandra Janze MA (Leiterin der Stabsstelle Leitbild, Projektierung und Förderungen) unter Mitwirkung von DI Alois Kieninger (Leiter Grünfläche und Friedhöfe) und Günter Leitner (Geschäftsführer der Wirtschaftsinitiativen Leoben GmbH) Stadtbegehungen zum Thema nachhaltige Innenstadtbelebung, aktiver Austausch mit bestehenden lokalen Stadtentwicklungsprojekten sowie die Gestaltung von interaktiven Workshops zur konkreten Umsetzung von Urban Labs auf dem Programm.

Im nächsten Projektschritt werden Masterstudierende der nachhaltigen Stadt- und Regionalentwicklung im Rahmen von Seminaren und Praktika aktiv in das Projekt eingebunden, um innovative Inputs für transdisziplinären Wissensaustausch zwischen Forschung, Lehre und Praxis zu kreieren.

Als weiteres Highlight freut sich das gesamte österreichische Projektteam darauf, ProjektpartnerInnen aus Antwerpen, Maastricht, Malmö und Lund Mitte November in Leoben zum dritten offiziellen europäischen Projekttreffen begrüßen zu dürfen, von welchem wir selbstverständlich ausführlich in unserem nächsten Newsletter berichten werden. 



O.Univ.Prof.in Dr.in Helga Kromp-Kolb (Universität für Bodenkultur Wien), Bundesminister Dr. Reinhold Mitterlehner, Rektor Univ.-Prof. DI Dr.Dr.h.c.mult. Martin H. Gerzabek (Universität für Bodenkultur Wien), Prof. Dr. Dirk Messner (Wissenschaftlicher Beirat der Dt. Bundesregierung Globale Umweltveränderungen) Foto: Allianz Nachhaltiger Universitäten Österreich

Enquete der Chance: Gesellschaftliche Verantwortung der Universitäten

Am 6. Okotber 2015 lud die Allianz Nachhaltige Universitäten in Österreich gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft zur „Enquete der Chancen“ ein.

Die „Allianz Nachhaltige Universitäten in Österreich“ ist ein nationaler Zusammenschluss von derzeit neun österreichischen Universitäten, die sich für eine nachhaltige Entwicklung in Forschung, Lehre, Hochschulmanagement und Wissensaustausch einsetzen. In diesem Sinne wurden in Wien diskutiert, wie Universitäten ihre Verantwortung in gesellschaftlich brisanten Fragen verstärkt wahrnehmen können und was sich ändern muss, um es Universitäten besser zu ermöglichen, mit der Gesellschaft und speziell der Wirtschaft in Austausch zu treten.

Diese Fragen diskutierten Vizekanzler und Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft Dr. Reinhold Mitterlehner, RektorInnen österreichischer Universitäten inklusive der Rektorin der Karl-Franzens-Universität Graz Univ.-Prof.in Dr.in Christa Neuper und weitere VertreterInnen aus Wissenschaft und Wirtschaft.

Als Ziel wurde definiert, sich im Bereich Forschung verstärkt mit dem gesellschaftlichen Impact und „Nachhaltigkeits-Impact“ als zusätzliche Kriterien bei Forschungsbewertung auseinanderzusetzen. Im Bereich Lehre war man sich einig vermehrt über Anreize für universitätsübergreifende Kooperationen zur Lehre im Themenbereich nachhaltige Entwicklung diskutieren zu müssen.

2016 soll eine Reihe von Dialogkonferenzen starten, bei welchen die Themen Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung, verantwortungsvolle Wissenschaft und die Erwartungen der Wirtschaft an die Wissenschaft, bearbeitet werden sollen.

Die ExpertInnen der Allianz, wie O.Univ.Prof.in Dr.in Helga Kromp-Kolb Universität für Bodenkultur Wien und O.Univ.-Prof. Dr. Friedrich M. Zimmermann, Leiter des RCE Graz-Styria, zeigten sich mit den Ergebnissen der Enquete sehr zufrieden und freuen sich darauf ihre Kompetenzen bei der Umsetzung der konkreten Maßnahmen weiter einzubringen.

Mehr Information zur Allianz nachhaltiger Universitäten in Österreich und zur Enquete finden Sie unter http://nachhaltigeuniversitaeten.at



Karl-Franzens-Universität Graz

Refugees@Uni Graz: Maßnahmenpaket zur Unterstützung von Flüchtlingen

Angesichts der dramatischen Flüchtlingssituation der vergangenen Wochen hat die Karl Franzens-Universität Graz ein Sofortmaßnahmen-Paket geschnürt, um AsylwerberInnen und anerkannte Flüchtlinge bei der Integration zu unterstützen und ihnen Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Das Maßnahmenpaket, welches vom Rektorat durch Vizerektor Dr. Peter Riedler koordiniert wird, umfasst unter anderem ein vereinfachtes Zulassungsverfahren und Angebote für Deutsch-Sprachkurse für anerkannte Flüchtlinge und AsylwerberInnen, die Unterstützung von schulischen Lehrkräften im Unterricht von Deutsch als Zweitsprache, bewusstseinsbildende Veranstaltungen, als auch Mitmachlabore der Siebenten Fakultät, deren TeilnehmerInnenbeiträge zur Gänze dem Flüchtlingshilfsfonds der Universität zu Gute kommen. Auch das RCE Graz-Styria und das Institut für Geographie und Raumforschung sind in die Planung der Aktivitäten inkludiert.

Informationen zu allen Maßnahmen und kommenden Veranstaltungen finden sich auf http://refugees.uni-graz.at, deren Inhalte laufend aktualisiert werden.

Die Karl-Franzens-Universität Graz hat ein Spendenkonto für die Unterstützung von Flüchtlingen und AsylwerberInnen eingerichtet. Die Spenden werden zur Finanzierung wissenschaftlicher Lehraufgaben verwendet, die der Flüchtlingshilfe zugutekommen.

Kontodaten:

Raiffeisen-Landesbank Steiermark
IBAN: AT52 3800 0000 0021 4460
BIC: RZSTAT2G

(Anm.: Ihre Spende ist steuerlich absetzbar.)


United Nations Sustainable Development Goals
United Nations Sustainable Development Goals

UN-Gipfel verabschiedet neue Agenda für nachhaltige Entwicklung 2030

Von 25. bis 27. Oktober 2015 trafen sich internationale PolitikerInnen und StakeholderInnen in New York, um sich auf die neuen Visionen und Ziele für eine weltweite nachhaltige Entwicklung nach 2015 zu einigen.

Der Gipfel endete mit der erfolgreichen Verabschiedung der einer neuen Agenda mit dem Titel „Transforming Our World: the 2030 Agenda for Sustainable Development“ durch die 193 Mitglieder der UN-Generalversammlung.

Die Agenda, welche die zur Jahrtausendwende beschlossenen Milleniumsentwicklungsziele ablöst, umfasst 17 neue Ziele, die in 169 Unterpunkten ausgeführt und bis 2030 umgesetzt werden sollen. Ein Fokus liegt hierbei auf der Bekämpfung der extremen Armut und des weltweiten Hungers, der Förderung von Gesundheitsversorgung und Bildung sowie der Kampf gegen den Klimawandel. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon unterstrich die Bedeutsamkeit der Agenda und forderte die internationale Staatengemeinschaft auf, ihre politische Verpflichtung ernst zu nehmen und zusammen zu arbeiten, um die Ziele zu erreichen.

Detaillierte Informationen zu den nachhaltigen Entwicklungszielen und zum UN-Gipfel finden Sie auf den offiziellen Seiten der Vereinten Nationen und dem Portal der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit:

United Nations Sustainable Development Summit

United Nations Sustainable Development Goals

Österreichische Entwicklungszusammenarbeit



TeilnerhmerInnen des UNESCO Workshops in Warschau

Österreichische RCEs beim UNESCO Workshop „Sustainability Science in Central and Eastern Europe“

40 TeilnehmerInnen aus Wissenschaft, Politik und UNESCO-Kommissionen der CEE-Länder Estland, Lettland, Litauen, Ungarn, Tschechien, Slowakei, und Polen, sowie Deutschland und Österreich diskutierten vom 11.-12. September 2015 in Warschau über Nachhaltigkeitswissenschaften. Österreich wurde dabei durch die Österreichische UNESCO-Kommission, dem RCE Vienna und dem RCE Graz-Styria vertreten.

Aufbauend auf den Ergebnissen eines ersten gemeinsamen Workshops in Bratislava 2014, wurde der Austausch zu Nachhaltigkeitspolitik und –strategien in der Wissenschaft in den einzelnen Ländern vertieft. Darüber hinaus wurde im Rahmen eines World Cafés an konkreten Ideen und Rahmenbedingungen für einen gemeinsamen Projektantrag gearbeitet, mit der Forschungsfrage wie ein konzeptioneller Rahmen für eine Indikatorenentwicklung für die Evaluierung von Nachhaltigkeit in Wissenschaft und Forschung aussehen kann. Diese Fragestellung wird in enger Zusammenarbeit zwischen Universitäten und hochschulpolitischen Institutionen thematisiert und umgesetzt werden.

Wir danken der Österreichischen UNESCO-Kommission und dem Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft herzlich für die Unterstützung dieser Initiative zur Stärkung der Nachhaltigkeitswissenschaften und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.



TeilnehmerInnen des ConSus Trainings in Graz Foto: RCE Graz-Styria

Produktive Monate bei ConSus: Über 80 Lehrressourcen und sechs Trainings finalisiert

Das ConSus-Projekt nähert sich nun dem dritten und finalen Jahr seiner Implementierung. Bisher wurden drei Trainings in Lüneburg (Deutschland), Graz und Limerick (Irland) für Lehrende der Partnerinstitutionen aus Albanien und Kosovo mit knapp 60 TeilnehmerInnen erfolgreich abgehalten. Im Rahmen der Trainings werden verschiedenste Nachhaltigkeitsthemen diskutiert und die TeilnehmerInnen erhalten praxisorientierte Einblicke in bestehende Kooperationen zwischen Forschung, Wissenschaft und lokalen Initiativen und Unternehmen.

Die nächsten drei Trainings werden 2015 in Prishtina (Kosovo), 2016 in Tirana (Albanien) und abschließend in Wien stattfinden. Auch hierzu werden jeweils 20-25 TeilnehmerInnen erwartet.

Die für die Trainings und im Rahmen des Projekts durch die albanischen und kosovarischen ParnterInnen erstellten Lehrmaterialien zeichnen sich vor allem durch die Einbindung von gesellschaftlichen StakeholderInnen zu drängenden Nachhaltigkeitsthemen in beiden Ländern aus. Insgesamt werden bis Jahresende über 80 Lehrressourcen beschrieben und in einem weiteren Schritt auf der ConSus-Projektwebsite online frei verfügbar sein. Außerdem werden die Lehrmaterialien in einem Booklet veröffentlicht, um auch andere Lehrende sowie Studierende der Partnerinstitutionen zu erreichen und sie für transdisziplinäre Lehre und Forschung zu begeistern.

Das nächste Meeting der Projektverantwortlichen findet vom 15.-18. Dezember 2015 in Wien an der Universität für Bodenkultur statt.



im Bild v.l.n.r.: Gemeinderat Harry Pogner, Ernst Rose (SEKEM Österreich), Yassin Hassan Elsherif (Heliopolis-Universität), Anas Shalaby (Heliopolis-Universität), Petra Wlasak (RCE Graz-Styria und SEKEM Österreich), Hermman Becke (SEKEM Österreich) Foto: SEKEM Österreich

Studierende der Heliopolis-Universität zu Besuch am RCE Graz-Styria

Im Rahmen eines interkulturellen Forschungsaufenthalts an der Technischen Universität Graz, organisiert und koordiniert von SEKEM Österreich, sowie mit freundlicher Unterstützung der Stadt Graz, besuchten Hassan Elsherif und Anas Shalaby im August 2015 das RCE Graz-Styria. Die zwei Studenten der Ingenieurswissenschaften mit Fokus nachhaltiger Energietechnologien berichteten den interessierten RCE-MitarbeiterInnen von ihren Erfahrungen an der Heliopolis-Universität in Kairo und betonten die Wichtigkeit des ganzheitlichen Konzepts von nachhaltiger Entwicklung unter Einbindung von technischen, ökologischen als auch sozialen und kulturellen Elementen. Die Heliopolis-Unversität widmet sich in ihrem Konzept der ganzheitlichen Förderung von Nachhaltigkeit nach dem Motto „Nachhaltigkeit, Freiheit, Solidarität und Verantwortung“. Gegründet wurde die Universität von Ibrahim Abouleish, dem Gründer der SEKEM Initiative und Träger des Alternativen Nobelpreis.

Im Rahmen ihres Aufenthalts in Graz besuchten Hassan Elsherif und Anas Shalaby auch ein interkulturelles Sommerfest in einem Flüchtlingsquartier in Deutschfeistritz und wurden von Stadtrat Kurt Hohensinner im Grazer Rathaus willkommen geheißen.

Das RCE Graz-Styria freut sich über den interkulturellen Austausch und wünscht den beiden Studierenden alles Gute auf ihrem weiteren Forschungs- und Ausbildungsweg!



Im Bild (v.l.n.r.): Elena Zepharovich, Christian Rammel, Petra Biberhofer (RCE Vienna); Johanna Bernhard (RCE Europaregion Tyrol); Petra Wlasak, Thomas Drage (RCE Graz-Styria) Foto: RCE Graz-Styria

Drittes Treffen der drei österreichischen RCEs in Brixen/Bressanone

Vom 21. Bis 23. Juli 2015 trafen sich im sonnigen Südtirol in Brixen/Bressanone auf Initiative des Bundesmininisteriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, die MitarbeiterInnen des RCE Graz-Styria, des RCE Vienna und des RCE Europaregion Tyrol. Das RCE Europaregion Tyrol fungierte als Gastgeber des Austausches zur Optimierung von Synergien und strategischer Weiterentwicklung. Im Mittelpunkt des Treffens stand das Kennenlernen der Arbeitsschwerpunkte des RCE Europaregion Tyrol, welches am Terra Institut, einem Beratungs- und Kompetenzzentrum für Innovation und Zukunftsfähigkeit von Unternehmen und Gesellschaft, beheimatet ist. Das Programm inkludierte außerdem Exkursionen zu nachhaltigen Vorzeigebetrieben in der Region, wie zum ersten klimaneutralen Hotel Südtirols, Designhotel Feldmilla und der Firma Euroform im Sand im Taufers. Am letzten Tag besuchten die TeilnehmerInnen des Treffens das Kompetenzzentrum für transformative Forschung an der Freien Universität Bozen unter der Leitung von Prof.in Dr.in Susanne Ursula Elsen.


Veranstaltungen und Veröffentlichungen

 

Veröffentlichungen

 

United Nations Agenda "Transforming our World: The 2030 Agenda for Sustainable Development" für nachhaltige Entwicklung von 2015 bis 2030

Okayama Decleration on RCEs and ESD beyond 2014 - Deklaration von Okayama über die Nachfolge zur "Bildungsdekade Bildung für Nachhaltige Entwicklung" nach 2014

Aichi-Nagoya Declaration on Education for Sustainable Development

UNESCO Roadmap for Implementing the Global Action Programme on Education for Sustainable Development


 

Veranstaltungen

 

"Asyl in Österreich"
oikos Kamingespräch mit Mag.a Petra Wlasak, MA MSc

Mi. 21.10.2015, 19:00 Uhr
Unicafe Campus Graz
Institut für Geographie und Raumforschung
Karl-Franzens-Universität Graz
Heinrichstraße 36, 8010 Graz
Information und Anmeldung

Elevate the Campus
19.10.-21.10.2015
Karl-Franzens-Universität Graz
Information und Anmeldung

Global Campus Workshop Reihe
"Was brauche ich zum Leben?"

Oktober bis November 2015
Karl-Franzens-Universität Graz
Information und Anmeldung

Disruption im 1. Grazer Zukunftskino
Mi. 04.11.2015, 19:30
HS 11.03 Institut für Geographie und Raumforschung
Karl-Franzens-Universität Graz
Heinrichstraße 36, 8010 Graz
Information und Anmeldung

Think Tank - BNE weiterdenken
Fr. 20.11.2015,16:00-20:00 Uhr
Albert Schweitzer Haus
Schwarzpanierstraße 13, 1090 Wien
Information und Anmeldung

Multikulti - Ball
Ersatztermin
Sa. 23.01.2016
Karl-Franzens-Universität Graz
Information und Anmeldung