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S'ReVit: Neues Projekt zu smarter Revitalisierung von Wohnbauten

Donnerstag, 04.07.2019

Dreijähriges Projekt widmet sich der Entwicklung eines systemischen Ansatzes zur Durchführung einer „smarten Revitalisierung“ von Wohnbauten.

Das RCE Graz-Styria setzte in den letzten Jahren einen Schwerpunkt auf die Begleitung, Erforschung und Evaluierung transdisziplinärer Nachhaltigkeitsprozesse in Städten durch das Testen von partizipativen Lernformen. Darauf aufbauend widmet sich das dreijährige FFG Bridge-Projekt S’ReVit seit Juli 2019 der Entwicklung eines systemischen Ansatzes zur Durchführung einer „smarten Revitalisierung“ von Wohnbauten, der neben energetischen und ökologischen Verbesserungen der Bausubstanz auch Fördermaßnahmen zur Steigerung der sozialen Nachhaltigkeit der BewohnerInnen berücksichtigt.

Revitalisierung wird im Rahmen des Forschungsprojekts als erweiterte Form der Sanierung (die nur technische und bauliche Maßnahmen umfasst) angesehen. Diese kann auch eine Umnutzung oder Modernisierung beinhalten, jedenfalls werden dabei die BewohnerInnen der bestehenden Anlage in den Prozess inkludiert. Die Entwicklung von innovativen partizipativen Zugängen und Formaten soll neue Sichtweisen auf den Wohnalltag der BewohnerInnen, die Weiterentwicklung des Gebäudebestandes sowie des sozialräumlichen Gefüges ermöglichen. Dadurch wird auch die Akzeptanz von Sanierungsmaßnahmen gesteigert und Barrieren beseitigt, was somit in Folge auch zu einer Steigerung der Sanierungsrate beitragen kann. Außerdem wird so die Bewusstseinsbildung hinsichtlich nachhaltiger Lebensweisen innerhalb der Bewohnerschaft gefördert, was wiederum helfen kann, Rebound-Effekte zu vermeiden. Dieser umfassende und innovative Zugang zum Thema Revitalisierung soll durch den Zusatz „smart“ angedeutet werden. Demnach fokussiert die Prozess- und Methodenentwicklung zur integrativen Bestandsrevitalisierung auf die frühzeitige und systematische Einbeziehung von BewohnerInnen und soll durchführenden AkteurInnen effiziente Modelle zur NutzerInnenpartizipation und Förderung der sozialen Nachhaltigkeit zur Verfügung stellen.

Um diese komplexe Aufgabenstellung umfassend erforschen zu können kooperiert das RCE Graz-Styria im Rahmen des Forschungsprojekts mit dem Grazer Architekturbüro Schwarzer-Platzer, das umfangreiche Kompetenzen und Erfahrungen mit der Planung und Realisierung von kooperativen Wohnprojekten vorweisen kann. Die Projektleitung übernimmt Dr. Thomas Höflehner, der als nationaler Koordinator der beiden JPI Urban Europe Projekte „SmarterLabs“ und „Urb@Exp“ am RCE Graz-Styria bereits vielfältige Erfahrungen mit partizipativer Aktionsforschung, integrativer Stadtentwicklung sowie kooperativen Innovations- und Veränderungsprozessen machen konnte. Das Projektteam wurde verstärkt mit der Architektin und Wohnbauforscherin DI Dr. Andrea Jany. Sie hat in ihrer Dissertation zum Modell Steiermark und vor allem als SONTE-Projektleiterin (Sondierungsstudie Terrassenhaussiedlung) wertvolle Einblicke in den partizipativen Wohnbau gewonnen. Auch DI Bernhard Hohmann, der seine Dissertation am Institut für Geographie und Raumforschung zum Thema „Strategies for a Sustainable Energy Transition: The Case of the Housing Sector in Graz, Austria“ verfasst, bringt seine Expertise zu den Themen Sanierung und Partizipation aus einer transdisziplinären Nachhaltigkeitsperspektive in das Forschungsvorhaben ein.

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