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Grazer Modell für Integrative Entwicklung

Das Grazer Modell für Integrative Entwicklung enstand im Zuge eines Dissertationsprojektes von Clemens Mader*, wurde seither weiter entwickelt und findet inzwischen Verwendung in diversen (Nachhaltigkeits-)Prozessen u.a. auch für die jährliche Evaluierung der RCEs im internationalen RCE-Netzwerk.

 

Ziel
Das universell einsetzbare Modell soll ProzessleiterInnen vor, während und nach dem Prozess in der Planung, Identifikation von Verbesserungsmöglichkeiten sowie Beurteilung über den erfolgten Prozess unterstützen. Aufgrund dessen, dass nachhaltige Entwicklung einen komplexen und integrativen Ansatz aus den drei Grundprinzipien Mensch, Natur und Wirtschaft bildet, verlangen auch Entwicklungsprozesse für Nachhaltigkeit einen integrativen Ansatz um den holistischen Ansatz der nachhaltigen Entwicklung Folge zu leisten.

Methoden
Angewandte Methoden erstrecken sich über Literaturrecherche, sowie iterative Überprüfung von Fallbeispielen aus Ägypten (Sekem Group), USA (PlaNYC 2030 in der Stadt New York) und Schweden (nachhaltige Stadtteilentwicklung in Malmö). Diese Überprüfung der Fallbeispiele wurde durch Interviews und Forschungsreisen durchgeführt.

Ergebnisse
Der Schlüssel für nachhaltige Entwicklungsprozesse liegt in der integrativen Anwendung von fünf Prinzipien:

  • Leadership & Vision
  • Soziales Netzwerk
  • Partizipation
  • Bildung & Lernen
  • Integration von Forschung

Die integrative Anwendung dieser fünf Prinzipien im Zuge des Entwicklungsprozesses ist dabei zentrales Element. Jedes Prinzip kann dabei aufgrund unterschiedlicher Intensitäten angewandt werden. Je intensiver die Anwendung (höheres Level) desto stärker ist die Wirkung des integrativen Ansatzes und desto besser entwickelt sich der Prozess.

Praktische Anwendung
Das Modell der fünf Prinzipien für integrative Entwicklungsprozesse für Nachhaltigkeit kann an jedem gewünschten Entwicklungsprozess angewandt werden. Zwar benötigen Prozesse, deren zentrales Ziel nicht nachhaltige Entwicklung ist, nicht notwendigerweise einen integrativen Ansatz, doch können auch diese Prozesse durch die Erprobung in derart komplexen Nachhaltigkeitsprozessen nur profitieren. ProzessleiterInnen von (Nachhaltigkeits-) Prozessen können das Modell vor, während oder nach der Prozesslaufzeit zur Planung, Durchführung oder Überprüfung anwenden.

Innovationscharakter
Trotz vielfältiger Literatur zu den fünf Prinzipien, kam es bisher zu keiner Verknüpfung derer Fünf. Diese Lücke soll hiermit gefüllt werden. Die Anleitung durch dieses Modell stellt eine Erleichterung für komplexe Nachhaltigkeitsprozesse dar.


*MADER, C., 2009: Principles for Integrative Development Processes towards Sustainability in Regions.- Universität Graz, 140 S.

Kontakt

RCE Graz-Styria - Bildung für nachhaltige Entwicklung
Heinrichstraße 18, 3. Stock 8010 Graz
Telefon:+43 (0)316 380 - 5138

Web:rce.uni-graz.at

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