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RCE-Netzwerk

Entwicklung der Nachhaltigkeitsbewegung: 1987 und 1992

Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Lebensqualität der gegenwärtigen Generation sichert und gleichzeitig zukünftigen Generationen die Wahlmöglichkeit zur Gestaltung ihres Lebens erhält.

Diese gebräuchlichste Definition von Nachhaltigkeit stammt aus dem Brundtland-Bericht aus dem Jahr 1987. Er beeinflusste die internationale Debatte über Entwicklungs- und Umweltpolitik maßgeblich.
Auf der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro (UNCED) 1992 beschlossen mehr als 170 Regierungen ein entwicklungs- und umweltpolitisches Aktionsprogramm für eine weltweite nachhaltige Entwicklung – die Agenda 21. Sie wurde zu einem Instrument für die internationale Umsetzung des Brundtland-Berichts.

 

Die UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“: 2005-2014

Zehn Jahre nach Rio fand in Johannesburg 2002 ein weiterer Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung statt. In der Folge beschloss die Vollversammlung der Vereinten Nationen, das Jahrzehnt von 2005 bis 2014 als Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ auszurufen. Ziel der Dekade war, das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung in allen Bereichen der Bildung zu verankern. Die UN-Mitgliedsstaaten verpflichteten sich, dafür besondere Anstrengungen zu unternehmen. Die UNESCO – die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation – koordinierte die Umsetzung der Dekade auf internationaler Ebene.

 

Regional Centres of Expertise: „Think global, act local“

Im Zuge der UN-Dekade zu „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ (2005-2014) wurde auch die Initiative der Regional Centres of Expertise ins Leben gerufen. Sie sollte die Zusammenarbeit zwischen lokalen und regionalen Akteur*innen in Hinblick auf Bildung für nachhaltige Entwicklung stärken. Weiters zielte die Initiative darauf den internationalen Austausch zu fördern und für Nachhaltigkeit zu nutzen. Die einzelnen RCEs haben unterschiedliche Schwerpunkte und Strukturen. So können sie die regionsspezifischen Leitfragen einer nachhaltigen Entwicklung gezielt unterstützen.

 

Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung

Nach Ablauf der Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ beschlossen die Vereinten Nationen 2015 eine weiterführende Agenda unter dem Titel „Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung". Alle 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen haben sich dazu verpflichtet. Sie sollen die Agenda 2030 mit ihren 17 nachhaltigen Entwicklungszielen (Sustainable Development Goals, SDGs) auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene bis zum Jahr 2030 umsetzen. Die Agenda 2030 verfolgt einen ganzheitlichen Entwicklungsansatz. Er berücksichtigt gleichrangig die drei Dimensionen Wirtschaft, Soziales und Ökologie und beinhaltet die Wahrung der Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit, Good Governance, Frieden und Sicherheit.

 

Vertiefte Nachhaltigkeit: Gesellschaftstransformation

In den letzten Jahren haben sich vielfache ökologische, soziale, ökonomische und politische Krisen weiter zugespitzt. Der Fokus auf eine sozial-ökologische Transformation antwortet auf diese Dynamik. Nachhaltigkeit wird verstärkt als eine sehr tiefgehende Umgestaltung aller gesellschaftlichen Lebensbereiche verstanden. Es geht um eine nachhaltige Gesellschaftstransformation. Entsprechend unterstreicht die UNESCO in der „Roadmap for Implementing the Global Action Programme on Education for Sustainable Development“ (2014) nunmehr, dass Bildung auf eine Gesellschaftstransformation abzielen muss. Transformative Bildung und transformatives Lernen sollen die Einzelnen und die Gesellschaft grundlegend in Richtung auf soziale Gerechtigkeit, Frieden, Toleranz, Inklusion, Sicherheit und Nachhaltigkeit verändern. Bildung für Nachhaltige Entwicklung, so die UNESCO, ist daher eine „ganzheitliche und transformative Bildung, die Lerninhalt und -ergebnisse, die Pädagogik und die Kontexte des Lernens adressiert. Sie erreicht ihr Ziel, indem sie die Gesellschaft transformiert“ (Roadmap 2014, S. 12).

 

Kontakt

RCE Graz-Styria – Zentrum für nachhaltige Gesellschaftstransformation
Heinrichstraße 18, 3. Stock 8010 Graz
Telefon:+43 (0)316 380 - 5138

Web:rce.uni-graz.at

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