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Hintergrund

Entwicklung der Nachhaltigkeitsbewegung

"Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Lebensqualität der gegenwärtigen Generation sichert und gleichzeitig zukünftigen Generationen die Wahlmöglichkeit zur Gestaltung ihres Lebens erhält."

Diese gebräuchlichste Definition von Nachhaltigkeit stammt aus dem Brundtland-Bericht, der 1987 von der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung (WCED) unter Leitung der ehemaligen norwegischen Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland veröffentlicht wurde. Der Perspektivbericht zu langfristig tragfähiger, umweltschonender Entwicklung im Weltmaßstab beeinflusste die internationale Debatte über Entwicklungs- und Umweltpolitik maßgeblich. 

Auf der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro (UNCED) 1992 beschlossen mehr als 170 Regierungen ein entwicklungs- und umweltpolitisches Aktionsprogramm für eine weltweite nachhaltige Entwicklung – die Agenda 21. Sie ist das Instrument zur internationalen Umsetzung des Brundtland-Berichts.

 

Die UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung"

Zehn Jahre nach Rio fand in Johannesburg 2002 ein weiterer Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung statt. Auf Empfehlung der Konferenz beschloss die Vollversammlung der Vereinten Nationen, das Jahrzehnt von 2005 bis 2014 als Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (BNE) auszurufen. Ziel der Dekade war, das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung in allen Bereichen der Bildung zu verankern. Die UN-Mitgliedsstaaten verpflichteten sich, dafür besondere Anstrengungen zu unternehmen. Die UNESCO – die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation – koordinierte die Umsetzung der Dekade auf internationaler Ebene. 

 

Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung

Nach Ablauf der Dekade beschlossen die Vereinten Nationen 2015 die "Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung" unter dem Titel "Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung". Alle 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen verpflichten sich, auf die Umsetzung der Agenda 2030 mit ihren 17 nachhaltigen Entwicklungszielen (Sustainable Development Goals, SDGs) auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene bis zum Jahr 2030 hinzuarbeiten. Die Agenda 2030 verfolgt einen ganzheitlichen Entwicklungsansatz, der die drei Dimensionen Wirtschaft, Soziales und Ökologie gleichrangig berücksichtigt, und dabei auch die Wahrung der Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit, Good Governance, Frieden und Sicherheit einfordert.

 

Regional Centres of Expertise

Im Zuge der UN-Dekade wurde auch die Initiative der Regional Centres of Expertise ins Leben gerufen. Diese haben das Ziel, die Zusammenarbeit für BNE zwischen lokalen und regionalen Akteuren zu stärken sowie einen internationalen Austausch im RCE-Netzwerk zu fördern und zu nutzen, gemäß dem Motto "think global, act local". Die einzelnen RCEs haben unterschiedliche Schwerpunkte und Strukturen, um die regionsspezifischen Leitfragen einer nachhaltigen Entwicklung mit Hilfe von Bildungsaktivitäten gezielt zu unterstützen.

 

Kontakt

RCE Graz-Styria - Bildung für nachhaltige Entwicklung
Heinrichstraße 18, 3. Stock 8010 Graz
Telefon:+43 (0)316 380 - 5138

Web:rce.uni-graz.at

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